Kultur

Auf nach „Sowjet-Zion“. Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Wien zeigt das Spannungsverhältnis österreichischer Juden zwischen Sozialismus und Zionismus seit der Russischen Oktoberrevolution

Auf nach „Sowjet-Zion“. Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Wien zeigt das Spannungsverhältnis österreichischer Juden zwischen Sozialismus und Zionismus seit der Russischen Oktoberrevolution

„Viele bedeutende Vertreter der Arbeiterbewegung waren keine Juden. Ebenso waren die meisten Juden keine Revolutionäre, Sozialisten oder Kommunisten“, stellt die Kuratorin Gabriele Kohlbauer-Fritz gleich zu Beginn unseres Rundgangs fest. Dennoch prägten nicht wenige von ihnen den internationalen Sozialismus. Mit der Ausstellung „Genosse, Jude. Wir wollten nur das Paradies auf Erden“ legt Kohlbauer-Fritz mit ihrer Kollegin Auf nach „Sowjet-Zion“. Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Wien zeigt das Spannungsverhältnis österreichischer Juden zwischen Sozialismus und Zionismus seit der Russischen Oktoberrevolution weiterlesen

Nach »Sowjet-Zion«. Die Wiener Ausstellung »Genosse, Jude« beleuchtet das Verhältnis linker österreichischer Juden zur Oktoberrevolution

Nach »Sowjet-Zion«. Die Wiener Ausstellung »Genosse, Jude« beleuchtet das Verhältnis linker österreichischer Juden zur Oktoberrevolution

»Viele bedeutende Vertreter der Arbeiterbewegung waren keine Juden. Ebenso waren die meisten Juden keine Revolutionäre, Sozialisten oder Kommunisten«, stellt Gabriele Kohlbauer-Fritz fest. Dennoch prägten viele Juden den internationalen Sozialismus. Zusammen mit Sabine Bergler hat sie im Jüdischen Museum in Wien die Ausstellung »Genosse, Jude. Wir wollten nur das Paradies auf Erden« kuratiert, um das Verhältnis Nach »Sowjet-Zion«. Die Wiener Ausstellung »Genosse, Jude« beleuchtet das Verhältnis linker österreichischer Juden zur Oktoberrevolution weiterlesen

Unorthodoxer Streiter. Rezension Eine umfassende Sammlung mit Texten des Rätekommunisten Willy Huhn ist erschienen

Unorthodoxer Streiter. Rezension Eine umfassende Sammlung mit Texten des Rätekommunisten Willy Huhn ist erschienen

Der Gewerkschafter und Verleger Jochen Gester hat sich auf eine publizistische Spurensuche begeben. Zielperson: Willy Huhn. Seine Ergebnisse liegen nun in dem Band „Auf der Suche nach Rosas Erbe. Der deutsche Marxist Willy Huhn (1909-1970)“ vor. Gester dokumentiert einen Ausschnitt großteils unveröffentlichter Texte aus dem Huhn-Nachlass, der sich im Internationalen Institut für Sozialgeschichte (IISG) in Unorthodoxer Streiter. Rezension Eine umfassende Sammlung mit Texten des Rätekommunisten Willy Huhn ist erschienen weiterlesen

Cineastisches Attentat. Stammheim-„Tatort“ Dominik Grafs neuer „Tatort“ „Der rote Schatten“ trifft die Staatsräson

Cineastisches Attentat. Stammheim-„Tatort“ Dominik Grafs neuer „Tatort“ „Der rote Schatten“ trifft die Staatsräson

Auf allen Kanälen pädagogisieren Experten zum „Deutschen Herbst ’77“ – selbst der „Tatort“ beteiligt sich am Geschichtsunterricht. Im Zeitraffer: Ein Aktiv der Roten Armee Fraktion (RAF) entführt Hanns-Martin Schleyer, um gefangene Genossen gegen den Industrieboss auszutauschen. Als Unterstützung kapern Palästinenser eine Lufthansamaschine auf Mallorca. Die Maschine wird nach einem Irrflug im somalischen Mogadischu von der Cineastisches Attentat. Stammheim-„Tatort“ Dominik Grafs neuer „Tatort“ „Der rote Schatten“ trifft die Staatsräson weiterlesen

»Tatort« Stammheim

»Tatort« Stammheim

Auf allen Kanälen pädagogisieren Experten zum »Deutschen Herbst ’77« – sogar der »Tatort« beteiligt sich am Geschichtsunterricht. Im Zeitraffer: Ein Kommando der RAF entführt den Industrieboss Hanns Martin Schleyer. Palästinenser kapern eine Lufthansa-Maschine, die im somalischen Mogadischu von der »GSG 9« gestürmt wird. Am nächsten Morgen, am 18. Oktober, werden die RAF-Gründer tot oder verletzt »Tatort« Stammheim weiterlesen

Kaffeesatz und Versatzstücke. Der Versuch, das Leben der RAF-Mitgründerin Gudrun Ensslin zu erzählen

Kaffeesatz und Versatzstücke. Der Versuch, das Leben der RAF-Mitgründerin Gudrun Ensslin zu erzählen

Es ist der Erstversuch einer Einzelbiografie zu Gudrun Ensslin. Über die „Spannung aus Nähe und Distanz“ will die Freiburger Literaturwissenschaftlerin Ingeborg Gleichauf den Lebenslauf der Mitgründerin der Rote Armee Fraktion (RAF) einfangen. Titel des Buchs: „Poesie und Gewalt. Das Leben der Gudrun Ensslin.“ „Sich mit Gudrun Ensslin auseinanderzusetzen, heißt auch, sich mit Ensslin-Deutungen auseinanderzusetzen“, schreibt Kaffeesatz und Versatzstücke. Der Versuch, das Leben der RAF-Mitgründerin Gudrun Ensslin zu erzählen weiterlesen

Es war kein Spleen. Von der Stadtguerilla in den Friedensdienst: Lutz Taufer hat seine Autobiographie geschrieben

Es war kein Spleen. Von der Stadtguerilla in den Friedensdienst: Lutz Taufer hat seine Autobiographie geschrieben

»Über Grenzen«, die Autobiographie des früheren RAF-Mitglieds Lutz Taufer, beginnt mit einer Enttäuschung für Klatschpresse: »Sensationelle Enthüllungen etwa über Stockholm oder die RAF finden sich in diesem Buch nicht«, schreibt er. Aber der Reihe nach: Taufer, Jahrgang 1944, ist in der badischen Provinz aufgewachsen. Seine Eltern verhielten sich während des Faschismus »randständig«, ohne direkt widerständig Es war kein Spleen. Von der Stadtguerilla in den Friedensdienst: Lutz Taufer hat seine Autobiographie geschrieben weiterlesen

Zur Scherzgeschichte der SPD. Zum sozialdemokratischen Witzblatt „Der wahre Jacob“. Von Oliver Rast

Zur Scherzgeschichte der SPD. Zum sozialdemokratischen Witzblatt „Der wahre Jacob“. Von Oliver Rast

Martin Schulz hatte Vorläufer: Zur Scherzgeschichte der SPD ist an ihr Satiremagazin Der wahre Jacob zu erinnern. Vor 90 Jahren trat es die Nachfolge von Lachen links an. Das Blatt hatte es nur knapp drei Jahre gegeben, seit 1924. Es war damit nicht nur der Vorgänger, sondern auch der Nachfolger des Wahren Jacobs. Der war Zur Scherzgeschichte der SPD. Zum sozialdemokratischen Witzblatt „Der wahre Jacob“. Von Oliver Rast weiterlesen

Gefährliche Freundin. In der Szene gegen die Szene: Der Dokfilm »Im inneren Kreis« diskutiert den Einsatz von Polizeispitzeln gegen Hamburger Linksradikale

Gefährliche Freundin. In der Szene gegen die Szene: Der Dokfilm »Im inneren Kreis« diskutiert den Einsatz von Polizeispitzeln gegen Hamburger Linksradikale

Notizen aus dem Überwachungsstaat: In ihrem Dokumentarfilm »Im inneren Kreis« beschäftigen sich Claudia Morar und Hannes Obens mit Polizeispitzeln in linken Szenen, deren Tätigkeit aufgedeckt werden konnte, teilweise erst nach Jahren. Im Zentrum steht die Ermittlertätigkeit von Iris P., die für das BKA und mehrere Landeskriminalämter tätig war. Sie sollte in Hamburg Informationen über eine Gefährliche Freundin. In der Szene gegen die Szene: Der Dokfilm »Im inneren Kreis« diskutiert den Einsatz von Polizeispitzeln gegen Hamburger Linksradikale weiterlesen

Falsche Genoss*innen. Der Dokumentarfilm „Im inneren Kreis“ thematisiert den staatlichen Spitzel-Einsatz in linker Szene

Falsche Genoss*innen. Der Dokumentarfilm „Im inneren Kreis“ thematisiert den staatlichen Spitzel-Einsatz in linker Szene

„Überwachung ist das Thema der Zeit“, sagt Regisseurin Claudia Morar während der gut besuchten Berlin-Premiere ihres Dokumentarfilms „Im inneren Kreis“ im Kino Babylon-Mitte am vergangenen Samstagabend. Ihr Regie-Kollege Hannes Obens ergänzt, dass mit dem Film vor allem die Perspektive der Betroffenen Raum bekommen solle, weil „die Überwachung ganz aktiv in das Leben von Menschen eingreift.“ Falsche Genoss*innen. Der Dokumentarfilm „Im inneren Kreis“ thematisiert den staatlichen Spitzel-Einsatz in linker Szene weiterlesen