Politik

Rappende Revolutionäre. Besteht der »Jugendwiderstand« aus antisemitischen Schlägern, wie Medien und politische Gegner behaupten? Unterwegs mit öffentlichkeitsscheuen Aktivisten der maoistischen Truppe

Rappende Revolutionäre. Besteht der »Jugendwiderstand« aus antisemitischen Schlägern, wie Medien und politische Gegner behaupten? Unterwegs mit öffentlichkeitsscheuen Aktivisten der maoistischen Truppe

Wer im »Jugendwiderstand« ist, hat wenig Zeit. Demonstrationen wollen organisiert, Schulungen abgehalten, Flugblätter gedruckt und Parolen an Wände gesprüht werden. An einem Montagabend tauchen zwei Aktivisten der mysteriösen Gruppe dann aber auf. Die Männer nennen sich Taktikka und TJ Detweiler – keine ungewöhnlichen Pseudonyme für Rapper. Beide, soviel weiß man, machen Hip­Hop; ihre Tracks veröffentlichen Rappende Revolutionäre. Besteht der »Jugendwiderstand« aus antisemitischen Schlägern, wie Medien und politische Gegner behaupten? Unterwegs mit öffentlichkeitsscheuen Aktivisten der maoistischen Truppe weiterlesen

Sicherheitsverwahrung in der BRD. »Einzelfälle werden verzerrt und übertrieben« Aufregung über Sicherheitsverwahrung in Berlin zeigt Fallstricke von bou­le­var­desk geführten Debatten. Ein Gespräch mit Manuel Mika

Sicherheitsverwahrung in der BRD. »Einzelfälle werden verzerrt und übertrieben« Aufregung über Sicherheitsverwahrung in Berlin zeigt Fallstricke von bou­le­var­desk geführten Debatten. Ein Gespräch mit Manuel Mika

Anfang März ist ein in der Sicherungsverwahrung der JVA Berlin-Tegel Untergebrachter von seinem Ausgang nicht zurückgekehrt. Das Medienecho war enorm. Wie haben Sie die Berichterstattung wahrgenommen? Fast reflexartig lief das ab, was der Kriminologe Stanley Cohen in den 1960er Jahren als »Moral Panic« beschrieb: Einzelfälle werden verzerrt und übertrieben, um eine Bedrohung für die Ordnung Sicherheitsverwahrung in der BRD. »Einzelfälle werden verzerrt und übertrieben« Aufregung über Sicherheitsverwahrung in Berlin zeigt Fallstricke von bou­le­var­desk geführten Debatten. Ein Gespräch mit Manuel Mika weiterlesen

»Es reicht nicht, einfach ein paar Symbole zu entfernen«. Geschäftsführer einer Berliner Kneipe leitet einen Traditionsverein finnischer Angehöriger der Waffen-SS. Ein Gespräch mit David Kiefer

»Es reicht nicht, einfach ein paar Symbole zu entfernen«. Geschäftsführer einer Berliner Kneipe leitet einen Traditionsverein finnischer Angehöriger der Waffen-SS. Ein Gespräch mit David Kiefer

An der Ecke Raumer-/Göhrener Straße in Berlin-Prenzlauer Berg hat jüngst eine Brauereikneipe namens »Bryggeri Helsinki« eröffnet. Der finnische Geschäftsführer mischt offenbar bei einem Traditionsverband finnischer Angehöriger der Waffen-SS mit. Um wen soll es sich Ihren Informationen nach handeln? Pekka Kääriäinen aus Helsinki ist der Geschäftsführer der Gaststätte und gleichnamigen Brauerei. Gleichzeitig ist er Vorsitzender des »Es reicht nicht, einfach ein paar Symbole zu entfernen«. Geschäftsführer einer Berliner Kneipe leitet einen Traditionsverein finnischer Angehöriger der Waffen-SS. Ein Gespräch mit David Kiefer weiterlesen

»Exklusiver Kreis verhandelt hinter verschlossenen Türen« »Quo vadis«: Immobilienbranche trifft sich zum Kongress in Berlin. Proteste bereits angekündigt. Ein Gespräch mit Tim Riedl

»Exklusiver Kreis verhandelt hinter verschlossenen Türen« »Quo vadis«: Immobilienbranche trifft sich zum Kongress in Berlin. Proteste bereits angekündigt. Ein Gespräch mit Tim Riedl

Vom 18. bis 20. Februar treffen sich im Hotel Adlon am Pariser Platz in Berlin Lobbyisten und Vertreter der Immobilienbranche zum »Quo vadis«-Kongress. Was steht auf der Tagesordnung der selbsternannten »Immobilienentscheider«? Nach eigenen Angaben stehen auf der Agenda Themen wie »Internationale Kapitalströme« oder »Wohnungsmärkte außerhalb der Metropolen – was geht?«. Zwischendurch wird regelmäßig »Zeit für »Exklusiver Kreis verhandelt hinter verschlossenen Türen« »Quo vadis«: Immobilienbranche trifft sich zum Kongress in Berlin. Proteste bereits angekündigt. Ein Gespräch mit Tim Riedl weiterlesen

»Wir müssen zeigen, dass der Hambacher Forst überall ist« – Protestwoche für Kohleausstieg. »Ende Gelände«-Aktivisten wegen Bagger-Besetzung in Haft. Gespräch mit Nike Mahlhaus

»Wir müssen zeigen, dass der Hambacher Forst überall ist« – Protestwoche für Kohleausstieg. »Ende Gelände«-Aktivisten wegen Bagger-Besetzung in Haft. Gespräch mit Nike Mahlhaus

Die Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung, auch Kohlekommission genannt, arbeitete seit Juni 2018 im Auftrag der Bundesregierung an Vorschlägen für einen Kohleausstieg. Wie bewerten Sie den nun vorliegenden Abschlussbericht? Im Ergebnis wurde kein Konsens erzielt. Denn Konsens ist, wenn alle zustimmen – insbesondere diejenigen, die der Beschluss betrifft. Es gab aber schon innerhalb der »Wir müssen zeigen, dass der Hambacher Forst überall ist« – Protestwoche für Kohleausstieg. »Ende Gelände«-Aktivisten wegen Bagger-Besetzung in Haft. Gespräch mit Nike Mahlhaus weiterlesen

»Belegschaft hat über Alternativen diskutiert.« Knastkritik: Aufruf an Unternehmen, keine Aufträge von Haftanstalten auszuführen. Ein Gespräch mit Martina Franke

»Belegschaft hat über Alternativen diskutiert.« Knastkritik: Aufruf an Unternehmen, keine Aufträge von Haftanstalten auszuführen. Ein Gespräch mit Martina Franke

Die Berliner Soligruppe der Gefangenengewerkschaft/Bundesweite Organisation ruft Beschäftigte von Unternehmen dazu auf, keine Arbeitsaufträge von Haftanstalten auszuführen. Was ist an Reparaturmaßnahmen hinter Gittern so schlecht? Solche Dinge klingen für viele erst einmal gut. Der Knast soll dadurch freundlicher wirken oder einfach nur funktionieren. Aber genau hier liegt unser Problem: Als Anti-Knast-Gruppe sind wir für die »Belegschaft hat über Alternativen diskutiert.« Knastkritik: Aufruf an Unternehmen, keine Aufträge von Haftanstalten auszuführen. Ein Gespräch mit Martina Franke weiterlesen

»Uns wurde nie adäquater Ersatz angeboten.« »Coworking-Space« statt Jugendzentrum: »Potse« in Berlin besetzt, nachdem Mietvertrag nicht verlängert wurde. Gespräch mit Jana Selke*

»Uns wurde nie adäquater Ersatz angeboten.« »Coworking-Space« statt Jugendzentrum: »Potse« in Berlin besetzt, nachdem Mietvertrag nicht verlängert wurde. Gespräch mit Jana Selke*

In den letzten Tagen wurde mehrfach für den Erhalt von »Drugstore« und »Potse« demonstriert. Die selbstverwalteten Jugendzentren in Berlin-Schöneberg gibt es bereits seit den 1970er Jahren. Was zeichnet diese beiden Treffs aus? Das »Drugstore« gibt es seit 1972. Damals hatte sich der Verein Sozialpädagogische Sondermaßnahmen Berlin e. V. gegründet, zu dem später noch das Tommy-Weißbecker-Haus »Uns wurde nie adäquater Ersatz angeboten.« »Coworking-Space« statt Jugendzentrum: »Potse« in Berlin besetzt, nachdem Mietvertrag nicht verlängert wurde. Gespräch mit Jana Selke* weiterlesen

»Versuchskaninchen für noch mehr Überwachung«. Europol bekämpft Fluchthilfe im Internet. Auch Informationen über Asylrecht verdächtig. Ein Gespräch mit Matthias Monroy

»Versuchskaninchen für noch mehr Überwachung«. Europol bekämpft Fluchthilfe im Internet. Auch Informationen über Asylrecht verdächtig. Ein Gespräch mit Matthias Monroy

Das »Europäische Zentrum zur Bekämpfung der Migrantenschleusung«, EMSC, ist seit 2016 bei der Polizeiagentur Europol angesiedelt. Welche Aufgabe hat es? Das EMSC soll die Mitgliedstaaten bei Ermittlungen unterstützen. Ein Prinzip der Europäischen Union ist, dass ihre Einrichtungen keine Konkurrenz zu nationalen Strukturen darstellen dürfen. Das EMSC soll also nur koordinieren und hat keine operative Kompetenz. »Versuchskaninchen für noch mehr Überwachung«. Europol bekämpft Fluchthilfe im Internet. Auch Informationen über Asylrecht verdächtig. Ein Gespräch mit Matthias Monroy weiterlesen

»Menschen sollen vor der eigenen Haustür aktiv werden«. Kiezhaus in Berlin-Wedding: Gelebte Solidarität statt bürgerlicher Gesellschaft. Ein Gespräch mit Julia Neumann

»Menschen sollen vor der eigenen Haustür aktiv werden«. Kiezhaus in Berlin-Wedding: Gelebte Solidarität statt bürgerlicher Gesellschaft. Ein Gespräch mit Julia Neumann

Das »Kiezhaus Agnes Reinhold« in der Afrikanischen Straße in Berlin-Wedding gibt es seit September dieses Jahres. Der Eröffnung ging eine längere Kampagne voraus. Wie steinig war der Weg von der Idee bis zur Unterschrift unter den Mietvertrag? Zunächst stellt uns der Alltag in Wedding vor viele Widersprüche und unterschiedliche Lebensrealitäten: Lohnarbeit, Uni, Stress mit dem »Menschen sollen vor der eigenen Haustür aktiv werden«. Kiezhaus in Berlin-Wedding: Gelebte Solidarität statt bürgerlicher Gesellschaft. Ein Gespräch mit Julia Neumann weiterlesen

»Befugnisse erweitert, Grundrechte eingeschränkt«. Kritische Kriminologen diskutierten am Wochenende über Gefahren von »Sicherheitsstaat«. Ein Gespräch mit Manuel Mika

»Befugnisse erweitert, Grundrechte eingeschränkt«. Kritische Kriminologen diskutierten am Wochenende über Gefahren von »Sicherheitsstaat«. Ein Gespräch mit Manuel Mika

Am Sonnabend fand in Berlin die erste Konferenz des »Netzwerks Kriminologie Berlin« unter dem Titel »Mauer(n)!« statt. Worin liegt der Unterschied zu anderen Fachtagungen? Während kriminologische Konferenzen fast ausschließlich von Hochschulen und etablierten Institutionen abgehalten werden, haben wir unsere Tagung als unabhängiges Netzwerk junger, kriminologisch forschender Doktoranden veranstaltet. Wir sind an keine Vorgaben gebunden und »Befugnisse erweitert, Grundrechte eingeschränkt«. Kritische Kriminologen diskutierten am Wochenende über Gefahren von »Sicherheitsstaat«. Ein Gespräch mit Manuel Mika weiterlesen